Rechter Sprayangriff auf das DGB-Büro Odenwaldkreis

27. Oktober 2018

Am 25. Oktober 2018 wurde ein Rechter Sprayangriff auf das DGB-Büro Odenwaldkreis verübt. Solche Angriffe von Rechten auf Gewerkschaftsgebäude sowie auf Gewerkschafter und Gewerkschafterinnen häufen sich wieder in letzter Zeit.

Dies zeigt uns mal wieder wie wichtig die Solidarität untereinander ist.

Wir dokumentieren im folgenden die Pressemitteilung des DGB Südhessen:

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Rechter Sprayangriff auf das DGB-Büro Odenwaldkreis –
Gewerkschaft erstattet Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Darmstadt und der Polizeidirektion Erbach

 

26. Oktober 2018

ODENWALDKREIS. Auf das DGB-Büro Odenwaldkreis in Bad König, Bahnhof-straße 39, wurde ein Sprayangriff verübt. Auf die Tür des DGB-Büros wurde über den Wahlaufruf der Gewerkschaftsjugend ‚Solidarität statt Rassismus‘ sowie über die Glastür das Wort ‚Zecke‘ gesprüht.

DGB-Regionssekretär Horst Raupp (Darmstadt) macht deutlich: „‚Zecke´ ist ein einschlägiger Kampfbegriff aus dem rechtsextremen Umfeld, mit dem politisch Andersdenkende abgewertet werden sollen. Die Abwertung von Menschen als ‚Zecken‘ knüpft unmittelbar an den Sprachgebrauch des Nationalsozialismus an, der politische Gegner mit den Begriffen ‚Volksschädlinge‘ und ‚Parasiten‘ belegte. Gewalttaten der Rechtsextremen werden von diesen oft als ‚Zecken klatschen‘ bezeichnet.“

Die Straftat wurde gestern, am 25. Oktober 2018 zwischen 15.30 Uhr und 17 Uhr verübt, auffälliger Weise genau an dem Tag, als der DGB-Odenwaldkreis zusam-men mit dem Bündnis ‚Odenwald gegen rechts‘ zu einer Protestkundgebung ‚Auf-stehen gegen Rassismus‘ gegen den Wahlkampfauftritt der AfD in Erbach aufge-rufen hatte. Für den DGB liegt somit nahe, dass der Sprayangriff dem rechten Spektrum zuzuordnen ist.

Der DGB hat bei der Staatsanwaltschaft Darmstadt und der Polizeidirektion Er-bach Anzeige erstattet.

Wer den Sprayangriff beobachtet hat und sachdienliche Angaben machen kann, wird gebeten, sich an den DGB Südhessen zu wenden.

Telefon 06151 39970 | E-Mail: darmstadt@dgb.de

 

Link zur Pressemitteilung (PDF): PM Sprayangriff auf das DGB Büro Odenwald

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ROCK GEGEN RECHTS

25. August 2018

Presse-Mitteilung – VVN-BdA: „Gewalttätiger Angriff auf Gewerkschafter ist rechtsterroristischer Überfall“

29. Juli 2018

VVN-BdA: „Gewalttätiger Angriff auf Gewerkschafter
ist rechtsterroristischer Überfall“

Antifaschistische Verfolgten-Organisation übt Solidarität mit dem Opfer

Am 20.07.18 haben zwei – offensichtliche – AfD-Anhänger einen aktiven Gewerkschafter bei der
Gegenkundgebung gegen einen AfD-Auftritt in Hanau-Steinheim überfallen und bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt.

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Hessen (VVN-BdA) reagiert mit großer Abscheu und Betroffenheit auf diesen offen rechtsterroristischen Überfall. Dem verletzten Gewerkschaftskollegen versichern wir unserer Solidarität.

Die VVN-BdA stellt fest: „Die AfD zeigt jetzt ihr wahres Gesicht, sie wirft ihr demokratisches Mäntelchen ab. Sie organisiert einen Aufmarsch vor dem Hanauer Gewerkschaftshaus, um Gewerkschaftsfunktionäre und – funktionärinnen in die linksextremistische Ecke zu stellen, und sie scheut vor körperlicher Gewalt nicht mehr zurück. Wie groß muss der Hass auf die sein, die arbeitende Menschen – unabhängig davon, aus welchen Ländern sie kommen, gewerkschaftlich organisieren und vertreten. Internationale Solidarität, dafür stehen die DGB-Gewerkschaften. Das ist der AfD mit ihrer deutsch-nationalen, völkischen Gesinnung ein Dorn im Auge.“

Gewalt steht bei der AfD hoch im Kurs. Frau von Storch, die prominente Rednerin am 20. Juli, nahm auch kein Blatt vor den Mund, als sie es als legitim vertrat, auf „illegale“ Flüchtlinge an der Grenze zu schießen.

Kein Wunder, dass die Hemmschwelle gegen Gewalt bei AfD-Anhängern sinkt.

Die VVN-BdA verweist darauf, dass die deutschen Faschisten 1933 Gewerkschafter angegriffen, eingesperrt, gefoltert und ermordet, die freien Gewerkschaften verboten und die Gewerkschaftshäuser zerstört haben.

Die VVN-BdA erwartet, dass diese kriminelle Tat verfolgt und bestraft wird. Gemeinsam mit
Gewerkschaften und weiteren antifaschistisch-demokratischen Organisationen wird sie weiter über das
antidemokratische und rassistische Programm der AfD aufklären und Protestkundgebungen gegen AfDAuftritte im hessischen Landtagswahlkampf nach Kräften unterstützen.

 

 

(Für die Richtigkeit und bei Nachfragen:
Rosemarie Steffens, Sprecherin der VVN-BdA Hessen,
E-Mail: hessen@vvn-bda.de)

 

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Grußadresse der FIR zum 8./9. Mai – Tag der Befreiung – Tag des Sieges

7. Mai 2018

Grußadresse der FIR zum 8./9. Mai – Tag der Befreiung – Tag des Sieges

Die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) – Bund der Antifaschisten grüßt alle Teilnehmenden der Feierlichkeiten zum Tag der Befreiung, zum Tag des Sieges sowie der Gedenkaktionen „unsterbliches Regiment“. Der 8./ 9. Mai 1945 ist und bleibt für Antifaschisten in allen Teilen der Welt das „Morgenrot der Menschheitsgeschichte“ (Peter Gingold). An vielen Orten der Welt wird dieser Tag würdig begangen. Die Erinnerung an die Opfer der faschistischen Barbarei und die Kämpfer gegen den Faschismus ist für uns alle ein bleibendes Anliegen.

Wir erinnern gemeinsam an Familienangehörige, Freunde und Verwandte, an politische Weggefährten und Persönlichkeiten unserer Länder, die als Partisanen, Widerstandskämpfer und in den Reihen der Anti-Hitler-Koalition ihr Leben für die Freiheit ihrer Heimat und die militärische Zerschlagung der faschistischen Militärmaschinerie gaben.

Wir alle setzen damit ein öffentliches Gegensignal gegen erschreckende Bestrebungen der Verfälschung von Geschichte, der Rehabilitierung von SS-Verbrechern, der Zerstörung von Erinnerungsstätten an die Befreier im öffentlichen Raum, wie wir es insbesondere im Baltikum, in Polen, der Ukraine und in einigen Balkanstaaten registrieren müssen.

Wir setzen mit dieser Erinnerung ein klares Signal, dass die Losung des 8. Mai 1945 „Nie wieder Krieg!“ auch heute aktuell ist. Die jüngste militärische Eskalation durch Raketenangriffe von NATO-Staaten ohne Völkerrechtsmandat gegen Syrien zeigt die existenzielle Bedeutung unseres gemeinsamen Friedenskampfes zur Verhinderung eines neuen Weltkriegs.

Wir verbinden dies mit der Verpflichtung, das politische Vermächtnis der ehemaligen Kämpfer und Überlebenden weiterzutragen, wie es im „Schwur von Buchenwald“ der ehemaligen Häftlinge des KZ Buchenwalds vom 19. April 1945 heißt: „die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln und die Schaffung einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit“.

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Ingrid Schuster ist tot

25. April 2018

Ingrid Schuster ist tot

Am 18. April ist Ingrid Schuster nach langer Krankheit im Alter von 85 Jahren in Frankfurt verstorben. Ingrid (geboren am 19. Juli 1932) war lange Jahre Präsidiumsmitglied der VVN, war mitbeteiligt an der Öffnung der VVN zum Bund der Antifaschisten. Ingrid hat als Chefredakteurin der antifaschistischen Wochenzeitung Die Tat über viele Jahre dafür gesorgt, dass Antifaschismus, die Opfer des Nazi-Regimes, die Widerstandskämpfer und Gegner des Faschismus in unserem Land und im Exil eine publizistische Stimme in der Bundesrepublik Deutschland hatten. Ingrid hat die VVN mitgeprägt.

Ingrid war vielen von uns Vorbild, eine kleine Person mit großem Elan.

Ingrid fehlt uns. Sie hat es verdient, in Erinnerung zu bleiben.

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