Das friedliche Zusammenleben in unserem Land, Menschlichkeit, Demokratie, unser
Leben und unsere Zukunft werden von Neonazis und Neofaschismus bedroht. Das
haben die Mordtaten der Zwickauer Neonazibande deutlich gemacht. Weit mehr als
150 Tote durch rechtsradikale Gewalt sind seit 1990 zu beklagen. Bereits in den
Jahren davor gab es Tote durch neonazistische Anschläge und
Gewalttaten.
Wir nehmen den jährlich am 27. Januar stattfindenden Gedenktag an die Opfer
des Nationalsozialismus in Rüsselsheim zum Anlass für
einen Marsch und eine Mahnwache gegen Neofaschismus und Rassismus, für
Menschlichkeit und friedliches Zusammenleben, am Samstag, dem 28. Januar
2012,
beginnend um 10.30 Uhr am Friedensplatz und endend gegen 12 Uhr an der Mahnwache
vor dem Evangelischen Gemeindezentrum in der Marktstraße,
mit denen wir zugleich der Opfer von Faschismus und Neofaschismus gedenken.
Das Gedenken an die Toten verpflichtet uns, alles dafür zu tun, damit es
nie wieder zu einem solch mörderischen Terrorregime kommt - und dem
rechtsradikalen Terror unserer Tage das Handwerk zu legen.
Das erfordert den entschiedenen Kampf gegen alles, was Rechtsextremismus und
Rassismus hervorbringt, duldet und fördert.
Deshalb fordern wir von den Verantwortlichen in Staat und Politik • ein
konsequentes Vorgehen gegen alle Nazi-Aktivitäten, • das Verbot der NPD und
aller neonazistischen Organisationen, • eine lückenlose Aufklärung
über die Gründe des Versagens und der Versäumnisse der
Behörden und Dienste bei der Bekämpfung der Neonazis, • die
Abschaffung des V-Leute-Unwesens, das aktive Neonazis unterstützt und
finanziert und ein NPD-Verbot verhindert, • die vorbehaltlose Unterstützung
aller zivilgesellschaftlichen Kräfte, die Neonazis entgegentreten, ihre
Opfer beraten und mit ihrer Arbeit die Demokratie stärken.
Wir fordern die Beseitigung sozialer Missstände und Ungerechtigkeiten, die
Stärkung von Demokratie, Zivilgesellschaft, sozialer Sicherheit, Bildung,
Integration, Toleranz und Menschlichkeit. Das entzieht neonazistischer
Propaganda den Boden.
Wir erstreben die Zusammenarbeit mit allen gesellschaftlichen Kräften in
unserer Stadt - für eine gesellschaftliche Offensive: Gemeinsam Flagge
zeigen gegen Naziterror, Rechtsextremismus und Unmenschlichkeit.
Wir wollen mit unserer Aktivität dazu beitragen, dass es nicht noch mehr
Todesopfer gibt. Wir brauchen eine Gesellschaft, in der alle Menschen ohne Angst
verschieden sein und sicher leben können, in der die Würde des
Menschen gewährleistet ist.
Nehmen Sie teil an unserem Marsch und unserer Mahnwache gegen Nazigewalt,
für Menschlichkeit und friedliches Zusammenleben, - unterstützen Sie
unsere Forderungen.
Rüsselsheimer Initiative gegen Rechtsextremismus, für Menschlichkeit
und Toleranz, DGB Ortsverband Rüsselsheim, Ausländerbeirat
Rüsselsheim, TV Die Naturfreunde, attac Rüsselsheim, Vereinigung
Deutsch-Ausländische Solidarität (VDAS), Kreis-Vereinigung der
Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten (VVN-BdA)