Peter Gingold

Peter Gingold (1916 – 2006)

war ein profilierter Frankfurter jüdischer Antifaschist, Kommunist, Verfolgter des Naziregimes und Widerstandskämpfer gegen den Faschismus. Zeit seines Lebens engagierte er sich unermüdlich im Kampf gegen alles Faschistische, aktiv u.a. als deutscher Antifaschist in der französischen Widerstandsbewegung Résistance.

In seinen letzten Lebensjahren trat er u.a. immer wieder als Zeitzeuge vor allem vor Jugendlichen, in Schulen, Jugendgruppen, in Versammlungen und Veranstaltungen auf, um aus seinem Leben, seinem Kampf und seinen Erfahrungen mit dem deutschen Faschismus zu berichten. Das tat er eindrucksvoll, überzeugend und mitreißend. Entschieden trat er alten und neuen Nazis entgegen, ebenso allem, was zu Nazismus, Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus gehört oder diese zu fördern droht. Er war und blieb ein außergewöhnlich engagierter Antifaschist, dessen Einsatz Achtung und Anerkennung auch bei Menschen anderer politischer Auffassung und Zugehörigkeit fand. Zum 50. Jahrestag der Gründung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN/BdA), dessen Vorstand er in den 90er Jahren bis zu seinem Tode angehörte, richtete Peter Gingold zusammen mit der Auschwitz-Überlebenden Esther Bejarano 1997 auf der Gedenkveranstaltung im Frankfurter Dominikanerkloster einen „Appell an die Jugend“, in dem es zum Schluss u.a. heißt: „Lasst nie zu, dass das Vermächtnis des Widerstandes revidiert wird oder in Vergessenheit versinkt!“


Die Stadt Frankfurt am Main ehrte Peter Gingold 1991 mit der Verleihung der Johanna-Kirchner-Medaille. Peter Gingold erhielt 2004 von der Internationalen Liga für Menschenrechte die Carl-von-Ossietzky-Medaille.


mehr zu Ettie und Peter Gingold: http://www.gingold-initiative.de/