Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten e.V.

Landesvereinigung Hessen

26.01.2010
HP-pädagogisches Angebot 12-2009 Frankfurt
Ulrich Schneider

Eine neues pädagogisches Angebot in Frankfurt für Antifaschisten

Seit September 2009 gibt es in Frankfurt/M. ein neues Pädagogisches Zentrum, das gemeinsam vom Jüdischen Museum und dem Fritz-Bauer-Institut getragen wird. Anliegen dieses Zentrums ist es als Ansprechpartner für Lehrkräfte, Bildungseinrichtungen und andere Pädagogen Hilfestellung zu geben, Themen aus dem jüdischen Leben vorzubereiten und zu bearbeiten. In einer Selbstdarstellung heißt es: „Es ist sein zentrales Anliegen, Juden und jüdisches Leben nicht immer wieder unter dem Gesichtspunkt der Verfolgung und des Antisemitismus anzuschauen.“ Dass der letztgenannte Aspekt nicht ausgeklammert werden kann und soll, ist unstrittig. Das pädagogische Zentrum versteht sich daher als inhaltlicher Partner für die Arbeitsbereiche: • deutsch-jüdische Geschichte im europäischen Kontext • jüdische Gegenwart • Antisemitismus und Rassismus • Holocaust

Die Angebote werden zielgruppenorientiert konkretisiert, beispielsweise Führungen im Jüdischen Museum, Workshops oder Studientage. Das Zentrum berät bei der Vorbereitung von Gedenkstättenfahrten und versucht Zeitzeugen als Gesprächspartner zu vermitteln. Die personellen Ressourcen werden durch das Hessische Kultusministerium bereitgestellt.

Die Angebote richten sich insbesondere an Schulen, außerschulische Bildungseinrichtungen, Einrichtungen der beruflichen Bildung und Weiterbildung, der Erwachsenenbildung sowie die Lehrkräfteausbildung und der Lehrerfortbildung. Ein erstes Veranstaltungsprogramm mit dem Schwerpunkt der Lehrerfortbildung und einem Angebot für Kinder liegt vor.

Weitere Informationen über Veranstaltungsangebote und die pädagogischen Konzepte unter: www.paedagogisches-zentrum-ffm.de oder beim Jüdischen Museum bzw. dem Fritz-Bauer-Institut.

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